Humpty Dumpty fell off the wall...

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Gestern war ich in "Alice im Wunderland" und wurde maßlos enttäuscht.

Die Story war flach und vorhersehbar, es fehlten die zahlreichen Anspielungen und die Satirik des Originals, und insgesamt mutete der Film eher einem schlechten Konglomerat aus "Die Chroniken von Narnia" und ""Hook" an.
Warum, Herr Burton, verfilmt man nicht die Originalgeschichte sondern muss Alice erst 19 Jahre werden und alles vergessen lassen? Zumal der Film sowieso viele der ikonischen Szenen (Teeparty, Crocketspiel usw.) aufgreift. Hier hätte ich mir eine deutlich innovativere Story erwünscht (oder eben das Original).

Die schauspielerische Leistung war ganz ok, allerdings merkte man Herrn Depp und Frau Bonham-Carter an, dass sie von ihren Rollen (unter der ganzen Schminke) deutlich unterfordert waren. Keineswegs wird das Niveau eines Captain Jack Sparrow erreicht.

Den Film in 3D zu sehen war übrigens komplett überflüssig. Herr Cameron hat schon recht, wenn er sagt, dass es einen Unterschied macht, ob ein Film direkt in 3D konzipiert und gefilmt wird oder in 8 Wochen Postproduktion auf 3D getrimmt wird.
In "Avatar" war man auf Pandora, die Immersion war um ein Vielfaches höcher als bei "Alice". Außerdem waren viele der Szenen recht flach.

Schön an dem Film waren die Kostüme, die mit viel Liebe zu den Details gefertigt wurden und die Farbgebung der einzelnen Szenen.

Von Tim Burton und dem hier aufgefahrenen Schauspieler-Ensemble hätte ich allerdings deutlich mehr erwartet...